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M-LL-N: Peinliche Niederlage

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SG Schramberg – TS Ottersweier 37:24 (18:14)

„Peinlich“, weiter mochte TSO-Trainer Hans-Peter Knopf das Geschehen seiner Mannschaft nicht kommentieren. Doch was war in den 60 Minuten zuvor passiert?
Unter nicht idealen Umständen musste die Turnerschaft die lange Reise in den Schwarzwald antreten. Während sich im Laufe der Woche schon herauskristallisierte, dass Kapitän Philipp Leppert verletzungsbedingt nicht am Spielgeschehen teilnehmen konnte, meldete sich kurz vor Spielbeginn auch Linkshänder Julian Autenrieth noch krankheitsbedingt ab. Mit Julian Leppert und Leon Rohe konnte der Kader dennoch aufgefüllt werden, so dass der TSO eine komplette Mannschaft zur Verfügung stand.
Diese erspielte sich unmittelbar nach Anpfiff eine minimale Führung (1:3, 3.), welche jedoch die einzige im weiteren Spielverlauf widerspiegeln sollte. Die SG Schramberg konnte ausgleichen und bis zum 7:4 (9.) vorlegen, ehe es der TSO gelang beim 8:8 (15.) und 10:10 (17.) nochmals nachzuziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf Augenhöhe, nicht geprägt von technischer Finesse oder elegantem Spielfluss, aber ausgeglichen. Was danach passierte, war seitens der Turnerschaft jedoch schlicht und einfach erschreckend schwach und grenzte phasenweise an Arbeitsverweigerung.
Bedingt durch technische Fehler und einer einmal mehr schwachen Wurfausbeute gelang es der SG Schramberg sich bis zum Pausentee auf 18:14 abzusetzen. Dieser Tendenz hatte die Knopf-Sieben auch nach dem Seitenwechsel nichts entgegenzusetzen, so dass die mitgereisten Fans über die Spielstände von 20:15 (33.), 21:17 (36.) und 29:18 (49.) mitansehen mussten wie die TSO immer weiter auf ein Debakel hinarbeitete und jeglichen Charakter vermissen ließ. 32:21 (52.) und 36:22 (57.) waren die weiteren Spielstände, ehe das Schiedsrichtergespann Papke/Fleig beim Stand von 37:24 dem Drama ein Ende setzte.
Vor allem das Fehlen von Taktgeber Philipp Leppert, dessen Agilität und Spielfreude zu keiner Zeit auch nur annähernd ersetzt werden konnte, machte sich bemerkbar. Keiner der Akteure kam auch nur ansatzweise in die Nähe von etwas, was man Normalform nennen könnte, so dass die Höhe der Niederlage letztendlich mehr als angemessen ist.
Will die Turnerschaft nicht wieder tiefer in den Abstiegskampf rutschen, bedarf es nächste Woche beim Heimspiel gegen die HSG Ortenau Süd unbedingt einen Punktgewinn. Man darf gespannt sein, was die Wundertüte TS Ottersweier dann für die Zuschauer parat hat.

SG Schramberg: Harter, Krissler; Stephan 4, Werner 11, Fehrenbach 1, J. Roming 11/3, Weidenauer 2, Broghammer 1, Fleig 1, Möller, Hirt, Rapp 4, M. Roming 2
TS Ottersweier: Michael Schrempp, Gaiser; Hörth 3, Kiesewalter 1, Manuel Moser 6, Paul Hirtz 3, Rohe, Julian Leppert, Max Hirtz 2, Matthias Schrempp 4, Hartmann, Metzinger 3, G. Moser 1, Janko 1

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