Jugendhandballakademie Baden – „Große Lösung“ im Jugendbereich

Ralf Paulus Handball, JHA Baden, Jugend Kommentar hinterlassen

Bereits seit zwei Jahren hat die SG Ottersweier/Großweier mit Phönix Sinzheim im Nachwuchsbereich kooperiert. So wurde der männliche Leistungsbereich unter JHA Baden am Spielbetrieb angemeldet. Basis der JHA Baden bildeten die drei o.g. Stammvereine. Ziel war es, den Spielern eine Plattform zu bieten, um den Handballsport leistungsbezogen zu betreiben. Immer wieder verlor man zuvor Spieler an andere Vereine, da sie dort auf sportlich höherem Niveau spielen konnten. Den Verlust der eigenen Spieler galt es zu verhindern bzw. zu minimieren. Außerdem möchte man Spielern aus der Region ebenfalls diese Möglichkeit bei der JHA Baden bieten. Dass dieses Konzept aufgeht, konnte man spätestens diese Saison erkennen.

Sportlich konnte man sowohl die D-, die C- als auch die B-Jugend an der Endrunde zur Südbadischen Meisterschaften qualifizieren. Leider wurden diese ja bekanntlich nicht ausgetragen.

Im weiblichen Bereich waren diese Saison bereits Mädchen aus Sinzheim als Gastspielerinnen bei der SG aktiv. Auch dies ist trainings- und spieltechnisch ausschließlich positiv zu bewerten.

Aufgrund einiger personeller Engpässe kam man gegen Ende der kürzlich abgebrochenen Saison noch einmal ins Gespräch. Zudem gab es bei der Organisation des Spielbetriebs der JHA immer wieder Schwierigkeiten aufgrund einzelner Paragraphen der gültigen Spielordnung. Zum Beispiel scheiterte das Erwirken einer Sondergenehmigung für das Doppelspielrecht (Spielrecht A-Jugend und Senioren) für die kommende Saison. Deshalb sah man sich gezwungen, hier nach alternativen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Deshalb hat man sich, zur neuen Saison dazu entschlossen, mit einer großen SG JHA Baden an den Start zu gehen. Die SG beinhaltet als Stammvereine die JHA Baden, den BSV Phönix Sinzheim, die TS Ottersweier und den TuS Großweier. Die Trennung zwischen Leistungs- und Breitensport soll trotzdem gegeben sein. Im Leistungsbereich soll das bestehende Konzept der JHA weiter Bestand haben und auf den weiblichen Bereich ausgeweitet werden. Während sich die jeweils erste Mannschaft über Leistung definiert, soll für die zweiten und ggf. dritten Mannschaften der Breitensport im Vordergrund stehen und pragmatische Lösungen gefunden werden. Nichtsdestotrotz können sich Spieler und Spielerinnen aus diesen Mannschaften auch für höhere Aufgaben empfehlen.

Um den Fahrtaufwand nicht in die Höhe schnellen zu lassen, sollen die Vereinsbusse der TS Ottersweier und dem BSV Phönix Sinzheim zum Einsatz kommen. Außerdem kann es durchaus sein, dass in einigen Teams weiterhin die Ottersweierer und Großweierer Kinder (z.B. Mannschaft 2) und die Sinzheimer Kinder (z.B. Mannschaft 3) getrennt auflaufen. Wo es passt oder nötig ist, wird aber kooperiert. So bleibt man auch langfristig, in die Zukunft gedacht flexibel und das Problem mit dem Doppelspielrecht im A-Jugendalter ist ebenfalls gelöst. Somit können die Spieler nun in ihren Stammvereinen im Aktivenbereich spielen. Jugendspieler, die aus Leistungsgründen von extern zur JHA Baden wechseln wollen, können dies weiterhin tun, ohne sich zwischen Sinzheim, Ottersweier oder Großweier entscheiden zu müssen. Dadurch sollen sie ihrem Heimatverein trotz des Wechsels verbunden bleiben.

Zwischen allen vier Vereinen hat sich in den vergangenen Jahren ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut, sodass man guter Dinge ist, dieses Projekt weiterhin – jetzt unter leicht veränderten Bedingungen – erfolgreich zu gestalten.

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