Frauen II: Ein Wechselbald der Gefühle

Ralf Paulus Archiv Handball Kommentar hinterlassen

Frauenhandball- Landesliga: SG Ohlsbach/Elgersweier – TS Ottersweier II 21:19 (10:9)

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte die Reservemannschaft der TS Ottersweier bei ihrem letzten Saisonspiel in Ohlsbach. Die TSO musste unbedingt gewinnen, um den Klassenerhalt endgültig sicher zu haben.
Der Start in die Partie war holprig, anschließend ist die Mannschaft ins Spiel gekommen und schien beim Stand von 14:18 für die TSO elf Minuten vor Schluss die beiden benötigten Zähler „im Sack“ zu haben. Anschließend gab man den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand – arg enttäuschte Gesichter nach dem Spiel und banges Warten.
Erst gut 30 Minuten später kam dann die Nachricht aus Schutterzell an, dass auch die HSG Murg denkbar knapp mit 21:20 verloren hat. Damit war ein weiteres Jahr Landesliga „gesichert“ und die Freude war plötzlich wieder riesengroß. Shakespeare hätte die Dramaturgie dieses Spieltags nicht besser schreiben können. Zum Glück mit dem guten Ende für die TSO-Reserve.
Bis zur 45. Minute war es eine der besten Saisonleistungen der TSO-Reserve. Verstärkt durch Laura Schmälzle und Luisa Burger aus der ersten Mannschaft war man von Beginn an mit vollem Einsatz dabei. Leider klappte es zunächst nicht, wie im Hinspiel, den Gegner mit einer kompakten 3-2-1-Abwehr in Schach zu halten. Die Umstellungen auf die 6-0-Abwehr brachte dann aber mehr Sicherheit im Defensivverhalten. Aus dem 5:2-Rückstand machten Veronika Svigir, Laura Schmälzle und Ramona Westermann das 5:5 (13.).
Der Rest der ersten Halbzeit verlief ausgeglichen. Mal führte auch die TSO (7:8 und 8:9), zur Halbzeit erhöhten aber die ebenfalls sehr engagierten Gastgeberinnen wieder auf 10:9. In der Phase vor der Pause hat man die Chance verpasst, sich eine etwas bessere Ausgangsposition zu erspielen, denn bei ordentlicher Chancenverwertung wäre durchaus auch eine Führung möglich gewesen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel bis zum 13:13 (40.) auf des Messers Schneide. Dann enteilte jedoch die Turnerschaft auf 13:16 und 14:18.
Was dann geschah, war wieder ein altbekanntes Problem, welches sich bereits durch die ganze Saison zieht. Ein, zwei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, genauso viele unglückliche Torwürfe brachten die „ElgOhls“ wieder zum 16:18 heran. Vollkommen unverständlich, dass just in dieser „unglücklichen“ Phase auch die bis dahin sehr stabile Abwehr nicht mehr stand und die Lücken zwischen den Spielerinnen viel zu groß waren. So gelang es den Gastgeberinnen innerhalb von acht Minuten sechs Tore in Folge zur 20:18-Führung zu erzielen. Die TSO besaß dann in den Schlussminuten nicht, dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. Dass der Tag dennoch erfolgreich endete, lag dann im Verantwortungsbereich des SV Schutterzell.

SG Ohlsbach/Elgersweier: Bell, Räpple; Milowski (4), Weimer (1), Tschopp (3/1), Lothspeich (1), Wörle (2/1), Schellenberg (1/1), Anna-Lena Kempf (1), Stolzer, Sophia Kempf (2), Carolin Kempf (4/2), Birmele (1), Buß (1)
TS Ottersweier II: Burger, Spitznagel; Stengele, Luisa Zimmer (1), Carolin Zimmer (2), Schmälzle (3), Strack, Skerra (1), Westermann (4), Pfeifer (3), Hörth, Leins, Svigir (5/2)

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