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F-BWOL: Keine Überraschung

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TS Ottersweier – TuS Metzingen 2 25:36 (11:17)

Letztendlich ganz gut geschlagen hat sich die Turnerschaft im Spiel gegen den Spitzenreiter aus Metzingen.
Gleich im ersten Angriff gelang Elena Metzinger die einzige Führung zum 1:0. Ab Minute sechs, der TuS traf gerade zum 2:3, lagen die Gäste ständig vorn. Zunächst war der Hauptbrandherd Melanie Schall. Die Kreisläuferin wurde immer wieder von ihren Mitspielerinnen bedient und nutzte ihr Chancen sehr sicher. Mit der Zeit immer auffälliger wurde auch Delaila Amega. Sie glänzte mit prächtigen Anspielen und raffinierten Abschlüssen.
Wenn auch nicht in der Qualität, doch absolut in Rahmen ihrer Möglichkeiten, so versucht sich Ottersweier gegen das Unvermeidbare zu stemmen. Hier war zwar der Mittelteil der ersten Hälfte nicht in allen Punkten vorzeigbar, doch nach dem Ellen Strauß sich geschickt im eins gegen eins gegen die routinierte Gästeabwehr durchsetze und zum 7:12 einwarf, war klar, dass die TSO sich nicht wieder so abschlachten lassen wollte wie im Hinspiel.
So war dann auch das Pausenergebnis und aufgrund der personellen Voraussetzungen absolut in Ordnung. Auch wenn Gästetrainerin Nadine Wiume vor dem Spiel noch dahin äußerte, dass sie froh sei überhaupt eine Mannschaft stellen zu können, hatte sie trotzdem dreizehn Spielerinnen dabei. Darunter Kaderspielerinnen aus dem Bundesligateam oder auch eine Alexandra Kubasta, die jahrelang Bundesliga spielte.
Stephanie Eisele, sie leitete die Geschicke der Turnerschaft, hatte nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung und musste mit diesem Kader auskommen. Dies eine ganz andere Herausforderung. Dennoch war ihr Team auch in Hälfte zwei erst mal gleich auf. Elena Metzinger und Julia Waßmer wogen die beiden Treffer von Delaila Amega wieder auf.
Sechs Minuten ohne eigenes Tor reichten den Gästen um Ottersweier mit neun Toren Differenz hinter sich zu lassen. Auch wenn niemand dies ernsthaft vor dem Spiel anzweifeln konnte, war erst zu diesem Zeitpunkt, zwanzig Minuten vor dem Abpfiff, das Spiel zu Gunsten der Tussies entschieden.
Sieben Minuten später wurde dies dann durch das Ausscheiden von Gabi Kneer weiter betoniert. Sie erhielt die dritte Zweiminutenstrafe, wobei wahrscheinlich nicht eine einer unabhängigen Prüfung standhalten würde. Vor allem dann nicht, wenn man dies in Relation zu andere Foulspielen stellt, welche nicht bestraft wurden.
In den nächsten sieben Minuten zog der Tabellenführer auf 20:33 davon. Die TS Ottersweier bekam aber nochmals die Kurve und konnte ein weiteres Enteilen verhindern. Kurz vor dem Ende holte Ottersweier vier Tore auf, musste sich aber dann doch mit 25:36 geschlagen geben.
Die Turnerschaft zeigte sich im Vergleich zum Spiel in Allensbach deutlich verbessert. Normalerweise kann man sich nach einer Niederlage nicht zufrieden zeigen. Doch, wenn wie hier, die Mannschaft das zeigte, was sie kann, es verständlicherweise nicht zu Punkten reichen konnte, dann darf man doch mal mit dem Spiel wie diesem zufrieden sein.

Für Ottersweier: Fieser (TW/1), Kneer (3), Waßmer (5), Hauser, Gutenkunst (3), Schmälzle (2), Strauß (3), Metzinger (7/2), Pfliehinger (2)
Für Metzingen 2: Weiß (TW), Prinz (1), Rott (1), Albien (2), Weiser (3), Kubasta (7), Groz-Savanyu (3/1), Baumann (TW), Eiberger, Seeger (1), Kaupp (4/2), Schall (4), Amega (10/1)

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