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Männer I: Saisonauftakt in Niederbühl

Ralf Paulus Handball, Männer Kommentar hinterlassen

HR Rastatt/Niederbühl – TS Ottersweier (Samstag, 20:00 Uhr)

Die Handballer stehen vor einer ungewöhnlichen Saison. Einerseits wurde die letzte Saison aus bekannten Gründen ohne Absteiger aber mit Aufsteigern vorzeitig abgebrochen, andererseits steht man vor einer ungewissen künftigen Saison. Aufgrund der zahlreichen Aufsteiger wurden die Spielklassen aufgestockt, sodass in der Landesliga Nord 16 Teams an den Start gehen. Im Normalbetrieb hätten das 30 Spiele (=Wochenenden) bedeutet, an denen die Runde durchzupeitschen gewesen wäre. Da coronabedingt mit Spielverlegungen zu rechnen ist, wäre ein erneuter Saisonabbruch und ein für alle nicht zufriedenstellendes Ende sehr wahrscheinlich geworden. Deshalb starten die südbadischen Ligen mit einem einmalig neuen Modus. Die Klassen werden zunächst nach regionalen Gesichtspunkten zweigeteilt. Die nördlichsten acht (zufällig Bezirk Rastatt) und die südlichsten acht (Bezirk Offenburg/Schwarzwald) spielen bis Ende Januar eine Vorrunde mit 14 Spielen aus. Anschließend schließen sich jeweils die ersten vier Teams zur Meisterschaftsrunde zusammen, die letzten vier Teams spielen den Klassenerhalt unter sich aus. Dabei werden die erzielten Ergebnisse gegen die Mannschaften, die in die gleiche Gruppe kommen, in die Endrunde mit übernommen. Die Runde umfasst damit für jedes Teams 22 Spiele, also vier weniger als in den letzten Jahren. Aufgrund der Zweiteilung erhofft sich der Verband auch eine Flexibilität, falls mit einem zweiten Lockdown der Worst Case eintritt. Realistisch kann man zumindest die Vorrunde zu Ende spielen und hätte dann wenigstens wieder ein sportliches Endergebnis.

Dieser Modus bedeutet für die TSO konkret, dass wenn man das Saisonziel Klassenerhalt sicher erreichen möchte, Rang vier in der Vorrunde angestrebt werden muss. Gelänge dies nicht, stünde eine harte Abstiegsrunde mit vielen Absteigern bevor. Das heißt, das Team um Neu-Trainer Volker Heilmann muss von der ersten Partie an hellwach sein und muss jedes einzelne Spiel mit Vollgas angehen. Dann ist Rang vier auch ein realistisches Ziel. Auswärtsspiele mit schlechten Erinnerungen darf man erst gar nicht mit diesen Erinnerungen im Hinterkopf angehen, sonst hat man eigentlich schon verloren. Die Mannschaft ist sicherlich stark genug, jeden Gegner der Nordgruppe auch in deren Halle zu schlagen. Doch Handball wird eben auch im Kopf gespielt. Eben jenen gilt es vor dem ersten Saisonspiel in Niederbühl freizubekommen, um gleich im ersten Saisonspiel eine gute Ausgangsbasis zu schaffen.

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