M-LL: Drei-Tore-Führung reicht nicht

WBOHandball, Männer, SG Ottersweier/Großweier

SG KIT/MTV Karlsruhe – SG Ottersweier/Großweier 24:24 (10:14)

Die SG Ottersweier/Großweier musste sich am Samstagabend bei der SG KIT/MTV Karlsruhe mit einem 24:24-Unentschieden begnügen. Dabei sah es lange Zeit nach einem Auswärtssieg aus. Die SG führte zur Halbzeit mit 14:10 und lag auch wenige Minuten vor dem Ende noch mit drei Toren vorne. In der Schlussphase gab die Mannschaft den sicher geglaubten Sieg jedoch noch aus der Hand.
Die Voraussetzungen für die erste Auswärtsaufgabe der Saison waren dabei alles andere als optimal. Urlaubsbedingt fehlten Adrian Metzinger, Aaron Falk, Alex Stein und Torhüter Matej Mandic. Auch Trainer Georg Eggs stand nicht zur Verfügung, sodass Co-Trainer Robert Falk die Mannschaft in Karlsruhe betreute.
Trotz der personellen Ausfälle erwischte die SG einen guten Start. Nach dem frühen 1:0 für die Gastgeber übernahm die SG zunehmend die Kontrolle und setzte sich über 3:6 und 5:9 bis auf 5:10 ab. Vor allem Magnus Falk zeigte sich treffsicher und steuerte bereits in der ersten Halbzeit mehrere Treffer bei. Karlsruhe konnte bis zur Pause zwar noch etwas verkürzen, dennoch ging die SG mit einer verdienten 14:10-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel blieb die SG zunächst spielbestimmend und behauptete ihren Vorsprung. Über 16:10 und 18:14 lag die Mannschaft weiterhin komfortabel vorne. Karlsruhe gab sich jedoch nicht geschlagen und kämpfte sich im weiteren Verlauf wieder heran. Die SG hatte dabei immer wieder die Möglichkeit, den Vorsprung erneut auszubauen, ließ jedoch zu viele Chancen ungenutzt.
Auch die technischen Fehler machten der Mannschaft erneut zu schaffen. Trotz des Harzverbots in der Karlsruher Halle unterliefen der SG zu viele einfache Ballverluste. Diese Fehler dürfen auf diesem Niveau nicht passieren und gaben den Gastgebern immer wieder die Möglichkeit, zurück ins Spiel zu finden.
Dennoch schien die Partie zunächst zugunsten der SG zu laufen. Nach dem 20:22 erhöhte die Mannschaft noch einmal auf 20:23 und durch Jaris Eggs in der 57. Minute sogar auf 21:24. Damit hatte die SG die Partie eigentlich in der eigenen Hand.
Doch in den letzten Minuten fehlte genau das, was in einer solchen Situation notwendig ist: Cleverness, Abgeklärtheit und die nötige Ruhe, um eine Führung nach Hause zu bringen. Karlsruhe verkürzte auf 22:24 und 23:24. Mit der letzten Aktion der Partie erzielte Tim Holtkötter schließlich den 24:24-Ausgleich.
Damit bleibt am Ende ein Punkt, der sich aufgrund des Spielverlaufs wie ein verlorener anfühlt. Die SG hatte über weite Strecken die bessere Ausgangslage und führte bis in die Schlussphase hinein. Gleichzeitig zeigte sich erneut, dass die Mannschaft noch nicht die Konstanz und Sicherheit besitzt, die sie sich für die Saison vorgenommen hat.
Vor allem die schwache Chancenverwertung und die zu vielen technischen Fehler müssen schnell verbessert werden. Dass die Mannschaft trotz der personellen Ausfälle über lange Zeit eine Vier-Tore-Führung herausspielen und bis kurz vor Schluss mit drei Toren führen konnte, zeigt jedoch auch, dass die Möglichkeiten vorhanden sind. Nun gilt es, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und in den entscheidenden Situationen cleverer aufzutreten.
Bereits am kommenden Samstag, den 03.10.2026, steht das nächste Spiel an. In der Winfried-Rosenfelder-Halle in Achern empfängt die SG den TV Ispringen, der dort gleichzeitig in die neue Saison startet.

SG-M1