C-Mädchen auf erfolgreicher Schwarzwald-Tournee

Ralf Paulus Handball, Jugend 0 Comments

C-Mädchen: 6 Punkte auf einen Streich aus dem Schwarzwald

Ein wahrscheinlich einmaliger Erfolg gelang den weiblichen C-Jugend-Mannschaften der SG Ottersweier/Großweier am letzten Wochenende.
Auf großer Tour im Schwarzwald konnten gleich alle drei Mädchenmannschaften ihr Punktekonto aufbessern. Neben den Schwarzwaldgemeinden Forbach und Baiersbronn, stand auch die Kleinstadt Dornstetten im Schwarzwald auf dem „Tour“-Plan. Insbesondere weil einige Spielerinnen verhindert waren und Eltern ihre Fahrdienste nicht antreten konnten, war das Wochenende eine logistische und organisatorische Meisterleistung für Trainer, Spielerinnen und Eltern.

Den Anfang machten am Samstag die C2-Mädchen bei ihrer Station in Forbach. Als klarer Favorit und mit 2 Auswechselspieler konnte man hoffnungsfroh in die Partie starten. Bereits nach wenigen Spielminuten konnte man mit 5:9 in Front gehen. Spätestens mit dem 6:17 (22.) konnte man der eigenen Favoritenrolle – auch für jeden Zuschauer offensichtlich – gerecht werden. Schwächen in der Abwehr und eine miserable Chancenverwertung verhinderten einen noch deutlicheren Spielverlauf. Aus dem selbigen Grund konnte die Führung in der zweiten Halbzeit nicht mehr maßgeblich ausgebaut werden. Letztendlich konnte man mit einem 18:31-Sieg, gegen tapfer kämpfende Mädchen der HSG Murg, die ersten Zähler des Wochenendes feiern. Zum Highlight des Spiels zählten jedoch nicht nur die jeweils 7 Tore von Anisa Ramadani und Nadine Schindler sondern auch 2 Treffer von Rama Barazi aus den D-Mädchen – welche vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland kam. Sie spielt aktuell das erste Jahr bei den D-Mädchen und half dankenswerter Weise bei der zweiten C-Mädchenmannschaft aus.

Am Samstag erhielt auch die dritte C-Mädchenmannschaft Unterstützung aus den D-Mädchen. Beim zweiten C-Mädchenspiel in Dornstetten konnte Nele Schneider (D-Mädchen) zum Erfolg mit 3 Toren beisteuern. Dabei sahen die Vorzeichen weniger positiv aus als bei den C2-Mädchen. Mit Paula Koch, Pauline Stahlberger, Lea Back und Finja Nesselhuf musste man gleich auf vier Leistungsträger verzichten. Dies wohlgemerkt gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten um Platz 5. Stattdessen feierte jedoch Emily Blechschmidt ihr offizielles Handballdebut. Somit stand zumindest eine Auswechselspielerin zur Verfügung. Umso überraschender war der Spielverlauf. Während die erste Halbzeit mit einem 6:9-Halbzeitstand torarm und einigermaßen ausgeglichen blieb, änderte sich das in der zweiten Halbzeit zugunsten der SG-Girls. Insbesondere Leonie Doll und Franziska Bürk sorgten mit einem Torsegen von insgesamt 19 Tore für die Entscheidung im Spiel. Bereits 5 Minuten vor Spielende war beim Stand von 15:25 das Spiel zugunsten der Großweirer und Ottersweirer Mädels gelaufen. In den letzten fünf Minuten stieß man nur noch auf wenig Gegenwehr und verschönerte mit 8 Toren in Folge das Spielergebnis zu einem überraschenden 15:33 Endstand gegen die SG Dornstetten.

Um die Bezirksmeisterschaft ist die C1 der Spielgemeinschaft aus Ottersweier und Großweier voll im Rennen. Deren Spiel – und somit das dritte Spiel des Wochenendes – wurde in Baiersbronn gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn ausgetragen. In der Vorrunde gewann man das Heimspiel denkbar knapp mit einem Treffer. Man fuhr also gewarnt und voll motiviert nach Baiersbronn. Aber auch mit der Gewissheit, dass ein Erfolg ein sehr großer Schritt zur erhofften Bezirksmeisterschaft sein könnte. Das Spiel entwickelte sich zu dem erwartetet ausgeglichenen Kampf, bei dem die Führung immer wieder wechselte. Es zeigte sich einmal mehr, dass die starke Abwehr der Schwarzwald-Mädels nicht einfach zu bezwingen ist. Erst nach dem 17:19-Treffer der Freudenstädter in der 41. Minute konnte man bis in die 47. Minute zum 17:22 spielentscheidend davonziehen. Die letzten 3 Minuten blieben schließlich torlos.

Mit 27 C-Mädchen, 3 C-Mädchenmannschaften und den aktuellen Tabellenplätzen 1, 5 und 8 ist man bei den Mädchen der Jahrgänge 2003 und 2004 auf einem sehr guten Weg. Die Südbadenliga wäre in dieser Saison wohl noch eine Nummer zu groß gewesen. Ziel und Aufgabe des Trainerteams ist es aber, die Mädels in Ihrer Entwicklung so zu unterstützen, dass Südbadenliga kein Schreckgespenst mehr ist und persönliches Ziel werden kann.

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