SG Kappelwindeck/Steinbach 2 – SG Ottersweier/Großweier 30:24 (13:14), Handball Verbandsliga
SG Ottersweier/Großweier verliert im zweiten Spielabschnitt den Faden – Elf Tore der überragenden Jana Zimmer reichen nicht
latzNach dem jüngsten 25:21 Auswärtserfolg gegen Saase3 Leutershausen stand nun für die Damen der SG Ottersweier/Großweier im Südbaden-Derby gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach 2 die nächste Herausforderung an. Von der Tabellensituation her ein klare Sache, die SG Ottersweier als Tabellensiebter (7:7 Punkte) hatte gegen die Mannschaft von SG-Trainer, Fabian Heidenreich (zwölfter Tabellenplatz, 2:10 Punkte), klar die Nase vorn. Doch weit gefehlt Derbys haben halt ihre eigenen Gesetzte und Spiele entwickeln sich überraschend anders als „geplant“. War die SG Ottersweier/Großweier im ersten Spielabschnitt noch das bessere Team und ging mit einer knappen 14:13 Führung in die Kabine änderte sich dies im zweiten Spielabschnitt gravierend. Besonders beeindruckend war, dass sich die SG Kappelwindeck/Steinbach Mitte der zweiten Hälfte eine bemerkenswerte Serie von sechs ununterbrochenen Toren gegen die SG Ottersweier/Großweier erarbeitete und einen entscheidenden 26:18 Vorsprung herausspielte. Mit dem Vorsprung im Rücken gelang der SG Kappelwindeck/Steinbach 2 schließlich ein sicherer 30:24 Heimerfolg.
Das Derby zwischen der SG Ottersweier/Großweier und der SG Kappelwindeck/Steinbach entwickelte sich von Beginn an zu einem intensiven und lange offenen Verbandsligaduell, das den besonderen Charakter eines Nachbarschaftsspiels deutlich widerspiegelte. Beide Mannschaften kamen zunächst schwer in einen klaren Spielfluss, und so prägten technische Fehler auf beiden Seiten die Anfangsphase. Diese Unsauberkeiten führten dazu, dass beide Teams immer wieder zu einfachen Toren aus schnellen Ballgewinnen kamen, was den knappen und wechselhaften Verlauf der ersten Halbzeit zusätzlich erklärte. Der enge Pausenstand von 13:14 zeigte, wie ausgeglichen das Derby bis dahin verlief und dass die SG Ottersweier/Großweier in vielen Situationen auf Augenhöhe agierte.
Nach dem Seitenwechsel startete die SG Ottersweier/Großweier entschlossen und suchte weiterhin den Weg nach vorne, profitierte jedoch erneut nicht genug aus den eigenen Ballgewinnen. Während die SG Kappelwindeck/Steinbach 2 seine Chancen im zweiten Durchgang konsequenter verwertete, blieb die SG Ottersweier/Großweier in wichtigen Momenten hinter ihren Möglichkeiten und verlor wiederholt durch technische Fehler den Zugriff. Die Partie blieb dadurch über weite Strecken umkämpft, auch weil beide Mannschaften sich gegenseitig einfache Kontergelegenheiten anboten. Mit zunehmender Spielzeit gelang es den Gästen jedoch besser, diese Situationen zu nutzen, sodass sie sich Tor um Tor absetzen und die Begegnung schließlich mit 30:24 für sich entscheiden konnten. Deutlich sichtbar war, dass die SG Ottersweier/Großweier nicht an der spielerischen Überlegenheit des Gegners scheiterte, sondern daran, dass die eigenen Fehler in entscheidenden Momenten schwerer wogen. Trotzdem zeigte das Team des SG-Trainerduos Iris Beyrle/Norma Krake eine solide Basis, auf der sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt. Die knappe erste Halbzeit, die starke Derbyphase zu Beginn und die Tatsache, dass auch der Gegner nur durch die vielen Fehler beider Mannschaften im Spiel blieb, verdeutlichen, dass die SG Ottersweier/Großweier das Potenzial besitzt, solche Begegnungen künftig enger und erfolgreicher zu gestalten. Sichtlich enttäuscht war nach der Partie SG-Trainerin Norma Krake. „Heute lief gar nichts zusammen nach dem relativ guten Start war plötzlich der Wurm drin“. „Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff hatten wir zu viele einfache Fehler die „Kappel“ direkt bestraft hat“. „Wir wollten defensiv kompakt stehen und konsequent verschieben und die gefährlichen Eins-gegen-eins-Aktionen der SG Kappelwindeck/Steinbach 2 frühzeitig unterbinden, das gelang im zweiten Spielabschnitt nicht mehr“. Fazit von Norma Kranke „mit einer von uns normalen Leistung wäre heute deutlich mehr drin gewesen, aber solche Tage gibt es halt, wir werden das im Training analysieren und weiter an uns arbeiten“. Mit nun 7:9 Punkten bleibt die SG Ottersweier/Großweier weiter auf dem siebten Tabellenplatz.
Kappelwindeck/Steinbach 2: Kuderer 12/1, Merkel 4, Roß 4, Lutz 3, Schickinger 3, Huck 2, Schöffel 2, Babic, Berecz, Moschner, Straßburger, Lea von Au.
Ottersweier/Großweier: Zimmer 11/1, Mettke 3, Metzinger 3/1, Hodapp 2, Louisa Vierthaler 2, Görtler 1, Rückert 1, Elena Vierthaler 1, Huck, Nesselhuf, Wöhrle.
erb

