F-VL: SG bot Meister lange Paroli

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SG Ottersweier/Großweier – TSG Wiesloch: 21:26 (10:12)

Emotionaler Abschied im letzten Heimspiel – SG Ottersweier/Großweier kämpft bis zum Schluss  

Am Samstag stand für die SG Ottersweier/Großweier das letzte Heimspiel der Saison gegen den aktuellen Tabellenführer und feststehenden Meister die TSG Wiesloch an. Erst eine Niederlage bezog die TSG Wiesloch und steht unangefochten mit 38:2 Punkten auf dem ersten Platz. Hatte die SG Ottersweier/Großweier das Hinspiel noch deutlich mit 20:28 verloren war es in dieser Partie lange eine ausgeglichene Partie. Bis zur 46. Minute nach einem Treffer von Elena Metzinger zum 16:17 war noch kein Sieger auszumachen. Die SG Ottersweier/Großweier bot vor heimischem Publikum eine konzentrierte und engagierte Leistung, hatte eine stabile Abwehr, kämpfte engagiert mit einer hohen Laufbereitschaft und war vor allem konsequent in den Abschlüssen. Erst in einer spritzigen Schlussphase, wo die TSG Wiesloch einen Gang zulegte, konnte die Mannschaft von TSG-Trainerin Franziska Rudolph einen souveränen 21:16 Auswärtserfolg einspielen wobei Hanna Lies und Anne Simeth für die TSG Wiesloch in den letzten sechzig Sekunden mit feinen Kontertoren trafen. Beste Spieler auf dem Feld war Jana Zimmer der acht Tore gelangen. Vor dem Spiel wurden bei der SG Ottersweier/Großweier noch mehrere „Hochkaräter“ verabschiedet. Ein besonderer Rahmen, ein intensives Spiel, aber kein Happy End. Im letzten Heimspiel der Saison wurden Elena Metzinger, Dana Hodapp und Annika Görtler emotional verabschiedet. So wechselt Dana Hodapp in der kommenden Saison zum Drittligisten TuS Schutterwald. Elena Metzinger und Annika Görtler hängen ihre „Handballschuhe an den Nagel“ und Anina Hodapp sowie Tina Tessari hören als Betreuerinnen auf. Die SG Ottersweier/Großweier zeigte vor 300 Zuschauern gegen den Tabellenführer TSG Wiesloch eine engagierte Leistung, die nicht belohnt wurde. Es war ein zäher Beginn und viele Duelle des Siebenmeterpunktes. Die Partie begann verhalten beide Mannschaften fanden nur schwer ihren Rhythmus, sodass es mehrere Minuten dauerte, bis das erste Tor fiel. Früh wurde jedoch deutlich, dass es ein intensives und körperbetontes Spiel werden würde, das sich auch in zahlreichen Entscheidungen vom Siebenmeterpunkt widerspiegelte. Sowohl Elena Metzinger als auch die Gäste nutzten ihre Strafwürfe, während auf beiden Seiten auch Versuche ungenutzt blieben ein Faktor, der sich im weiteren Spielverlauf noch bemerkbar machen sollte. Nach dem 4:4 entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen, es war dann Dana Hodapp (15.) die mit einem Kontertor ihre Farben mit 5:4 in Führung bringen konnte. Mit zunehmender Spielzeit übernahm die SG Ottersweier/Großweier mehr Verantwortung. Elena Metzinger setzte mit ihren Rückraumtoren wichtige Akzente und unterstrich ihre Bedeutung für das Team. Gleichzeitig überzeugte Dana Hodapp mit starkem Zug zur Lücke, Übersicht im Zusammenspiel und konsequenter Abwehrarbeit, Qualitäten, die der Mannschaft künftig fehlen werden. Im Tor hielt Lisa Wöhrle ihre Farben mit starken Paraden im Spiel und entschärfte mehrfach klare Chancen der Wieslocherinnen. Dennoch gelang es der SG Ottersweier/Großweier nicht, sich für gute Phasen ausreichend zu belohnen. Kurz vor der Pause nutzte die TSG Wiesloch seine Möglichkeiten konsequenter und setzte sich leicht auf 10:12 ab. Spannung nach der Pause und kleine Fehler entscheiden schließlich die Partie. Direkt nach Wiederanpfiff blieb die SG Ottersweier/Großweier dran. Der Anschluss von Dana Hodapp (34.) zum 12:12 zeigte, dass das Spiel noch lange offen war. In der Folge entwickelte sich ein Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend lösen konnte. Immer wieder sorgten schnelle Treffer unter anderem durch Jana Zimmer sowie durch Finja Nesselhuf, die sich ihre Tore am Kreis immer wieder stark erkämpfte, dafür, dass die SG Ottersweier/Großweier den Favoriten unter Druck setzte. Besonders die Phase um die 40. Minute, als durch Elena Metzinger der Ausgleich zum 14:14 fiel, zeigte das Potenzial der SG Ottersweier/Großweier. Doch in den entscheidenden Momenten kippte das Spiel leicht zugunsten der Gäste. Ein vergebener Siebenmeter, eine Zeitstrafe und zwei schnelle Gegentreffer brachten die TSG Wiesloch mit 17:21 in Führung. Trotz weiterer Treffer, unter anderem erneut von Jana Zimmer, gelang es der SG Ottersweier/Großweier nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Auch in der Schlussphase zeigte sich das bekannte Bild. Während die SG Ottersweier/Großweier sich Chancen erarbeitete, nutzte die TSG Wiesloch seine Möglichkeiten konsequent und zog Tor um Tor davon. Es war zum Schluss ein starker Auftritt trotz schwieriger Saisonumstände der Mannschaft des SG-Trainerduos Iris Beyrle/Norma Krake. Die SG Ottersweier/Großweier zeigte über weite Strecken eine engagierte Leistung, verlangte dem Tabellenführer alles ab und setzte immer wieder eigene Akzente. Die Mischung aus Kampfgeist, Tempo und mannschaftlicher Geschlossenheit war erneut erkennbar auch dank einer starken Torhüterleistung von Lisa Wöhrle. Mit Blick auf die gesamte Saison bleibt festzuhalten, dass die Mannschaft trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle eine stabile und überzeugende Runde gespielt hat ein Umstand, der dem Team für den abschließenden Auftritt zusätzlichen Rückenwind geben dürfte. Nicht unzufrieden war nach der Partie SG-Trainerin Iris Beyrle. „Am Anfang waren wir sehr nervös, haben jedoch gut gekämpft“. „Viele freie und hundertprozentige Torchancen haben wir liegen gelassen die man gerade gegen so eine Spitzenmannschaft wie die TSG Wiesloch nicht mehr kompensieren kann“. „Überragend im Tor war Lisa Wöhrle, ein super Rückhalt“. „Gut gespielt aber die Überraschung blieb leider aus, nun heißt es im letzten Spiel beim Tabellenzweiten TV Edingen nochmal punkten“. 

Ottersweier/Großweier: Zimmer 8, Metzinger 5/2, Nesselhuf 3, Dana Hodapp 2, Görtler 1, Rückert 1, Louisa Vierthaler 1, Böckeler, Hirscher, Anina Hodapp, Tessari, Elena Vierthaler, Wöhrle.
Wiesloch: Dierolf 4, Frick 4/3, Funk 4, Kraus 3, Lies 3, Arslan 2, Kramer 2, Simeth 2, Johanna Ruß 1, Lisa Ruß 1, Fiala, Neuner, Reupert, Winnewisser.

(erb)