BSV Phönix Sinzheim – SG Ottersweier/Großweier 26:20 (14:13)
Für die Damen der SG Ottersweier/Großweier stand am Wochenende erneut ein Derby auf dem Programm. Die Spielerinnen um das SG-Trainerinnen-Duo Iris Beyrle und Norma Krake musste auswärts beim BSV Phönix Sinzheim in der Fremersberghalle ran. Noch vor zwei Wochen trafen beide Mannschaften bereits aufeinander, hier konnte sich die SG Ottersweier/Großweier in einer engen und über die gesamte Spielzeit spannenden Partie mit 25:22 durchsetzen. Dass in dieser Partie die Karten neu gemischt werden wusste man im Lager des SG Ottersweier/Großweier, der als klarer Favorit in diese Partie ging. Nicht nur dass halt Derbys so ihre eigenen Gesetze und Ergebnisse haben, wo der „David“ über sich hinauswächst und den „Goliath“ schlagen kann. Zudem war gerade der Phönix Sinzheim in der vergangenen Saison der Angstgegner schlechthin wo die SG Ottersweier/Großweier zwei Niederlagen einstecken musste. So auch in dieser Partie, die lange Zeit ausgeglichen war und beim Stande von 16:16 in der 40. Minute kein Sieger auszumachen war. Doch ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt vergab die SG Ottersweier/Großweier einen Siebenmeter und die Führung. Hinzu kam noch eine Hinausstellung und in Unterzahl geriet die SG Ottersweier/Großweier innerhalb von sechs Minuten mit drei Toren zum 19:16 in Rückstand. Der BSV Phönix Sinzheim hatte in der Schlussphase klar die Oberhand, über 23:17 (52.) und 26:19 (56.) baute der BSV Phönix Sinzheim den Vorsprung sogar noch aus.
Die Partie begann intensiv und ausgeglichen. Von Beginn an entwickelte sich ein hart umkämpftes Duell, in dem beide Mannschaften mit hohem Tempo agierten. Den ersten Treffer der Begegnung erzielte Lina Rückert bereits mit dem ersten Angriff für die SG Ottersweier/Großweier. In der Anfangsphase konnte sich kein Team entscheidend absetzen, nach fünfzehn Minuten stand es folgerichtig 9:9.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fand die SG Ottersweier/Großweier im Angriff immer wieder ordentliche Lösungen, hatte defensiv jedoch zunehmend Mühe, da Sinzheim sowohl aus dem Rückraum als auch über die Außenpositionen zu klaren Abschlüssen kam. Zudem schien den Gastgeberinnen in dieser Phase auch das nötige Quäntchen Glück hold zu sein. Mehrfach sprang der Ball nach Treffern an die Torlatte zurück ins Feld und landete erneut in den Händen der Sinzheimerinnen, die diese Situationen konsequent verwerteten. Insgesamt wirkten die Gastgeberinnen sowohl im Kopf als auch auf den Füßen einen Tick frischer. Den letzten Treffer vor dem Seitenwechsel erzielte Maja Pistelek mit einem sehenswerten Rückraumwurf aus gut zehn Metern Distanz. So durften die „Feuervögelfrauen“ mit einem knappen 14:13 Vorsprung in die Halbzeitpause gehen.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte die SG Ottersweier/Großweier zunächst an die Leistung der ersten Halbzeit an und kämpfte. In der 38. Minute brachte Jana Zimmer die SG Ottersweier/Großweier mit ihrem Treffer sogar mit 16:15 in Führung. Doch dieser Moment sollte gleichzeitig den Wendepunkt der Partie markieren.
In der folgenden Phase verlor die SG Ottersweier/Großweier zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Die sonstigen Stärken aus den vergangenen Partien, insbesondere das schnelle Konterspiel, konnten nicht in Tore umgemünzt werden. Auch in den Eins-gegen-eins-Situationen oder aus dem Rückraum fehlte die letzte Konsequenz, viele Aktionen verliefen im Sande. Sinzheim hingegen nutzte die sich bietenden Räume weiterhin konsequent und kam immer wieder zu einfachen Toren von jeder Position.
Defensiv gelang es der SG Ottersweier/Großweier zudem nicht mehr, das Spiel entscheidend zu stabilisieren. Zwar konnte Torhüterin Lisa Wöhrle mit mehreren Paraden Akzente setzen, insgesamt nutzte Sinzheim seine Chancen jedoch konsequenter und setzte sich Tor um Tor ab. Spätestens beim Stand von 23:17 in der 52. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Den Schlusspunkt der Begegnung setzte Dana Hodapp zum 26:20-Endstand.
Fazit aus Sicht der SG Ottersweier/Großweier, ausschlaggebend war die zweite Spielhälfte. Mit lediglich sieben eigenen Treffern bei zwölf Gegentoren fehlte der SG Ottersweier/Großweier in dieser Phase die notwendige Durchschlagskraft, um das Derby bis zum Schluss offen zu gestalten. Sinzheim agierte konsequenter und entschied die Partie verdient für sich. SG-Trainerin Iris Beyrle hatte auch nach der Partie noch mit sich zu kämpfen. „Heute war leider nicht unser Tag, von Beginn an war im Spiel der Wurm drin und niemand im Team konnte heute die Leistung abrufen, zu der man eigentlich fähig ist“. „In der Abwehr haben wir nicht konsequent zugemacht und uns nicht geschlossen im Verbund bewegt was auch von Sinzheim prompt bestraft wurde“. „Im Angriff kamen zu viele technische Fehler dazu, außerdem haben wir zu viele freie Würfe liegen lassen, schade wir können deutlich mehr“.
Sinzheim: Hopp 6, Kaewkuen 4, Pistelek 4, Gaumet 3, Tschan 3/2, Hertweck 2, Ludwig 2, Wunsch 2, Dreißler, Kamm, Krauth, Krell, Schöffel.
Ottersweier/Großweier: Metzinger 5/3, Zimmer 5/1, Mettke 4, Rückert 3, Hirscher 1, Hodapp 1, Huck 1, Görtler, Vierthaler, Lisa Wöhrle.
(erb)

