SG Nußloch – SG Ottersweier/Großweier 23:17 (11:9)
Nach der 20:26 Niederlage im Derby gegen den BSV Phönix Sinzheim traf die SG Ottersweier/Großweier im nächsten Auswärtsspiel auf die SG Nußloch, eine Mannschaft, die sich im unteren Tabellendrittel befand. Doch der Tabellenstand war in dieser Partie kein Maßstab. Konnte die SG Ottersweier/Großweier noch das Hinspiel mit 30:24 für sich entscheiden setzte es nun eine vermeidbare 17:23 Niederlage. Nach einem Blitzstart der SG Ottersweier/Großweier und eine 4:0 Führung (9.) stellte man das Spielen ein, die SG Nußloch kam immer besser in Fahrt und konnte mit 8:6 (25.) in Führung gehen und diese Führung gab sie nicht mehr ab. In einer hektischen Schlussphase, wo die SG Ottersweier/Großweier durch ein Tor von Diana Mettke (52.) auf 16:18 herankam legte die SG Nußloch noch nach und konnte einen souveränen 23:17 Heimerfolg verbuchen.
Die SG Ottersweier/Großweier startete konzentriert in die Partie, erspielte sich gute Torchancen und nutzte diese konsequent. So konnte sich die SG Ottersweier/Großweier in der Anfangsphase einen Vorsprung erarbeiten. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ jedoch die defensive Stabilität nach. In der Abwehr wurde nicht mehr wie gewohnt zugefasst, wodurch die SG Nußloch zu klaren Abschlüssen kam, und das Spiel drehte. Mit einem 9:11-Rückstand ging die SG Ottersweier/Großweier in die Pause. Im gesamten Spiel musste die SG Ottersweier/Großweier fünf Hinausstellungen hinnehmen und stand damit insgesamt zehn Minuten in Unterzahl auf dem Feld. Diese Phasen nutzte die SG Nußloch konsequent aus, um sich weiter abzusetzen. Die Unterzahlsituationen schwächte die SG Ottersweier/Großweier sowohl defensiv als auch offensiv spürbar.
Auch im Positionsangriff kam die SG Ottersweier/Großweier zunehmend ins Stocken. Das Laufen und die Bewegung ohne Ball waren nicht mehr so präsent wie zu Beginn der Partie. Anspiele erreichten die Mitspielerinnen häufig nicht, da sie von der gegnerischen Abwehr abgefangen oder so gut verteidigt wurden, dass ein Torerfolg ausblieb. Während Elena Metzinger ihre Siebenmeter sicher verwandelte, blieben Treffer aus dem Rückraum aus. Der Weg durch die kompakt stehende Abwehr der Gastgeberinnen war meist zu weit, klare Durchbrüche gelangen kaum.
In der zweiten Halbzeit bestimmten die Gastgeberinnen mit ihrem druckvollen Angriffsspiel das Geschehen. Sie nutzten die entstehenden Lücken konsequent – sowohl mit Würfen aus dem Rückraum als auch über das Anspiel an die Kreisposition und über die Außenbahnen – und setzten sich am Ende mit 23:17 durch. Damit ließ die SG Ottersweier/Großweier zwei wichtige Punkte liegen, mit denen man im Vorfeld gerechnet hatte.
Da war heute mehr drin, wir haben zwei Punkte liegen lassen, so SG-Trainerin Norma Krake. „Obwohl wir gut gestartet und auch mit 4:0 in Führung gegangen sind wurde es zunehmend immer schwieriger für uns Tore zu erzielen“. „Wir haben uns sehr schwer getan die richtige Lösung gegen die Nußlocher Abwehr zu finden und wenn wir uns eine Möglichkeit erspielt haben, waren wir heute im Abschluss einfach zu unsicher“. „Dazu kamen dann noch einige technische Fehler“. „Bei 23 Toren, die wir bekommen haben muss man sagen war die Abwehr gar nicht schlecht, aber das bringt halt nichts, wenn wir vorne keine Toren machen“, so Norma Krake.
Nußloch: Schnepf-Spieß 5, Kessler 4, Geisler 3, Lauer 3, Goßmann 2, Imhoff 2, Schweinoch 2, Lurz 1, Zimmermann 1, Bär, Fessler, Mayer, Olinger.
Ottersweier/Großweier: Metzinger 5/5, Hirscher 3, Hodapp 3, Mettke 2, Zimmer 2, Huck 1, Elena Vierthaler 1, Görtler, Rückert, Wöhrle.
(erb)

