Spvgg Mössingen – SG Ottersweier/Großweier 26:23 (14:13)
Nach einem spielfreien Wochenende ging es für die SG Ottersweier/Großweier am Wochenende wieder um Punkte. Für die Mannschaft des SG-Trainerduos Iris Beyrle und Norma Krake stand die anspruchsvolle Auswärtsaufgabe bei der Spvgg Mössingen an. Hier verpasste die SG Ottersweier/Großweier eine Überraschung, nach einem großen Kampf stand zum Schluss ein bitteres Ende mit einer 23:26 Auswärtsniederlage.
„Unser Spiel war von Anfang auf Augenhöhe und ein Sieg wäre dring gewesen“, so SG-Trainerin Norma Krake. „Leider hat uns in den letzten fünf Minuten ein wenig das Glück und die Cleverness gefehlt, dennoch bin ich stolz auf jede einzelne Spielerin und die geschlossene Mannschaftsleistung“. „Wir konnten endlich das Umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“. „Herauszuheben ist heute Finja Nesselhuf die einen richtigen Sahnetag hatte“.
Leidenschaft, Kampfgeist und Spannung bis in die Schlussminuten. Die SG Ottersweier/Großweier lieferte am Sonntagabend in Mössingen eine ihrer bislang stärksten Saisonleistungen ab. Über 55 Minuten warfen die Gäste alles in die Waagschale, ehe am Ende die nötige Cleverness und die letzten Kraftreserven fehlten, um zwei verdiente Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Die SG Ottersweier/Großweier schaffte bereits mit dem ersten Angriff und Treffer von der Außenposition durch Diana Mettke die 0:1 Führung. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4, 9.) geriet die SG Ottersweier/Großweier zunächst durch zwei Treffer von Theresa Schäfer (20.) mit 7:10 ins Hintertreffen. Doch an Aufgeben dachte bei der SG Ottersweier/Großweier niemand. Mit einem beeindruckenden Zwischenspurt drehten die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter von Jana Zimmer (24.) die Partie zur 10:12 Führung, ehe Mössingen durch einen Treffer Lea Klein zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff knapp mit 14:13 die Führung übernahm.
Besonders beeindruckend präsentierte sich die SG Ottersweier/Großweier in der Defensive. Cindy Böckeler und Sarah Pfeifer ackerten unermüdlich, störten konsequent den Mössinger Spielfluss und zwangen die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern. Mit aggressivem Zugriff, herausgefischten Bällen und großem Zusammenhalt machte die Abwehr den Gegnerinnen das Leben schwer. Auch Torhüterin Lisa Wöhrle überzeugte, entschärfte freie Würfe und ermöglichte schnelle Gegenangriffe. Offensiv zeigte sich die SG Ottersweier/Großweier im zweiten Spielabschnitt variabel. Das Spiel mit zwei Kreisspielerinnen brachte Mössingens Defensive wiederholt in Bedrängnis. Entstehende Lücken wurden geschickt genutzt, Mareike Hördt und Finja Nesselhuf am Kreis wirkungsvoll eingebunden. Letztere glänzte mit sechs Treffern. Auch Spielmacherin Jana Zimmer übernahm Verantwortung und zeigte sich mit drei verwandelten Siebenmetern treffsicher. Allerdings, nach dem Seitenwechsel schien das Spiel durch den Treffer von Julia Schimon (40.) zum 19:15 zugunsten der Gastgeberinnen zu kippen. Doch die SG Ottersweier/Großweier biss sich zurück und stellte durch Finja Nesselhuf (49.) beim 19:19 erneut den Gleichstand her. Selbst das 19:22 durch Alexa Müller (53.) brachte die SG Ottersweier/Großweier nicht aus der Ruhe. Als Finja Nesselhuf in der 56. Minute zum 23:23 ausglich, war die Überraschung zum Greifen nah. Durch eine Zeitstrafe gegen Mössingen agierte die SG Ottersweier/Großweier nun sogar in Überzahl. Doch ausgerechnet diese große Chance blieb ungenutzt. Die Mössinger Torhüterin Julia Völpel entschärfte in der Schlussphase wichtige Würfe, während der SG Ottersweier/Großweier zunehmend die Kraft und letzte Konsequenz im Abschluss fehlten. Mössingen nutzte dies eiskalt und entschied die Partie mit drei schnellen Treffern von Marit Deutscher, Alexa Müller und Nina Dubs innerhalb von 120 Sekunden zum 26:23 für sich.
Zurück bleibt eine bittere Niederlage, aber auch eine kämpferisch herausragende Mannschaftsleistung, auf der sich aufbauen lässt. Bereits am kommenden Sonntag wartet mit der HSG Baar die nächste Herausforderung vor heimischem Publikum. Die HSG Baar unterlag in Mössingen zuletzt ebenfalls denkbar knapp mit 28:29. Ein ähnlich umkämpftes Duell ist somit zu erwarten. Für die SG Ottersweier/Großweier bietet sich die nächste Gelegenheit, den großen Einsatz endlich mit den ersten Punkten zu belohnen und um mit jetzt 0:6 Punkten vom letzten Tabellenplatz wegzukommen.
Mössingen: Deutscher 3/1, Klein 3, Meyer 2, Alber 1, Müller 8, Dubs 3, Schimon 4, Schäfer 2.
Ottersweier/Großweier: Mettke 3/1, Zerr 2, Pfeifer 3, Hördt 1, Möhrle 1, Zimmer 4/3, Louisa Vierthaler 2, Elena Vierthaler 1, Nesselhuf 6.
(erb)

