TV Edingen – SG Ottersweier/Großweier: 26:23 (13:11)
Edingen(erb). Im letzten Saisonspiel in der Verbandsliga musste die SG Ottersweier/Großweier zum Tabellendritten TV Edingen reißen. Keine leichte Aufgabe hatte die Mannschaft des SG-Trainerduos Iris Beyrle/Norma Kranke das Hinspiel deutlich mit 27:34 verloren. Doch diese Partie sollte anders verlaufen. Die erste Hälfte war ausgeglichen und beim 12:11 Halbzeitstand war noch kein Sieger auszumachen. Aber irgendwie kam die SG Ottersweier/Großweier „mit schweren Füßen“ aufgrund des dezimierten Spielerkaders zurück ins Spiel. In der 42. Minute lag die SG Ottersweier/Großweier schon vorentscheidend mit 21:12 im Rückstand. Vor allem die beste Torewerferin des TV Edingen, Sophia Niesel bekam die SG Ottersweier/Großweier nicht in Griff. Niesels neun Treffer entschieden die Partie, wo es zum Schluss beim 23:21 durch Jana Zimmer (53.) nochmals eng wurde. Es war Elena Metzinger die fast mit dem Schlusspfiff auf 26:23 verkürzen konnte . Mit nun 23:21 Punkten beendet Aufsteiger SG Ottersweier/Großweier auf dem fünften Tabellenplatz die erste Verbandsliga Saison. Mit einem stark dezimierten Kader trat die SG Ottersweier/Großweier beim TV Edingen an. Ohne Unterstützung aus der zweiten Mannschaft war Improvisation gefragt und so schnürten mit Anina Hodapp und Trainerin Iris Beyrle zwei erfahrene Kräfte selbst die Schuhe. Beide zahlten das Vertrauen zurück. Anina Hodapp zeigte sich treffsicher und harmonierte immer wieder gut mit ihrer Schwester Dana Hodapp, während Iris Beyrle mit viel Übersicht agierte, wichtige Zweikämpfe annahm und unter anderem Siebenmeter herausholte. Die SG Ottersweier/Großweier startete mutig in die Partie. Bereits in der 1. Minute brachte Janina Hirscher ihr Team mit 0:1 in Führung. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Elena Metzinger (4., 6., 12. Minute) und Cindy Böckeler (14., 17. Minute) hielten die SG Ottersweier/Großweier im Spiel, während auch Anina Hodapp immer wieder Akzente setzte. Beim 7:7 nach fünfzehn Minuten war alles völlig offen. Bis zur Halbzeit blieb es eng, auch wenn sich der TV Edingen leicht absetzen konnte. Nach Treffern von Metzinger (20. Minute zum 8:10) und dem zwischenzeitlichen 9:11 durch einen verwandelten Siebenmeter in der 22. Minute lag die SG Ottersweier/Großweier gut im Rennen, ehe die Gastgeberinnen kurz vor der Pause auf 13:11 davonzogen. Nach dem Seitenwechsel kam dann die spielentscheidende Phase. Bis zur 31. Minute hielt die SG Ottersweier/Großweier den Anschluss, doch dann folgte ein Bruch im Angriffsspiel. Zwischen der 30. und 40. Minute blieb die SG Ottersweier/Großweier ohne eigenen Treffer, eine Phase, die der TV Edingen eiskalt nutzte. Tor um Tor zogen die Gastgeberinnen davon, über 15:11 in der 33. Minute, 17:11 in der 38. Minute bis hin zum 19:11 in der 40. Minute. In diesen Minuten fehlte der SG Ottersweier/Großweier die Durchschlagskraft im Abschluss, während der TV Edingen konsequent verwertete. Dieser Lauf war der Knackpunkt des Spiels. Doch die SG Ottersweier/Großweier zeigte Charakter. Nach der Auszeit in der 40. Minute fand die Mannschaft zurück ins Spiel. Vor allem Cindy Böckeler ging voran, kämpfte in jeder Aktion und riss ihre Mitspielerinnen mit. Mit wichtigen Treffern in der 50. sowie doppelt in der 52. Minute verkürzte sie den Rückstand spürbar. Unterstützt wurde sie von Jana Zimmer, die Verantwortung übernahm und mehrfach traf (44., 45., 54. und 59. Minute). Auch Anina Hodapp (52. Minute) und Dana Hodapp (48. Minute) brachten die SG Ottersweier/Großweier wieder heran. Plötzlich war beim 23:21 in der 54. Minute und später beim 25:22 in der 59. Minute wieder alles möglich. Die Mannschaft warf in dieser Phase alles hinein, ein kräftezehrendes Spiel, in dem jede Spielerin an ihre Grenzen ging und alles investierte, um die zwei Punkte noch zu holen. Trotz aller Bemühungen reichte es am Ende nicht mehr ganz. Der TV Edingen behielt die Nerven und setzte die entscheidenden Treffer, sodass die SG Ottersweier/Großweier sich mit 23:26 geschlagen geben musste. Auch wenn die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung durchaus diskutabel war und vielleicht ein Tor mehr auf der Habenseite möglich gewesen wäre, lag der ausschlaggebende Moment in der torlosen Phase nach der Halbzeit. Die Niederlage schmerzt, aber die Mannschaft hat sich nichts vorzuwerfen. Unter schwierigen personellen Voraussetzungen zeigte die SG Ottersweier/Großweier großen Kampfgeist und Zusammenhalt. Dass man die Partie nach einem deutlichen Rückstand noch einmal so spannend gestalten konnte, spricht für die Moral im Team. Mit Platz fünf in der neuen Liga kann die SG Ottersweier/Großweier mehr als zufrieden sein. Gerade angesichts der vielen Ausfälle leistungsstarker Spielerinnen über die gesamte Saison hinweg ist das ein beachtlicher Erfolg. Dieses Spiel hat noch einmal gezeigt. Jede wollte, jede hat gekämpft und genau darauf lässt sich aufbauen. Naja, ich bin mit der heutigen Leistung bei dem dünnen Spielerkader trotz der Niederlage zufrieden, so SG-Trainerin Iris Beyrle. „Leider gab es heute keine Überraschung was dem schmalen Kader, Louisa Vierthaler und Finja Nesselhuf mussten in der zweiten Damenmannschaft spielen, geschuldet war“. Toll wie sich meine Mädels im zweiten Spielabschnitt nach dem neun Tore Rückstand bis zum 21:23 nochmals herangekämpft haben das war eine enorme Energieleistung“. „Allerdings gab es heute selbstsame Schiedsrichterentscheidungen gegen uns die ich nicht nachvollziehen kann“. „Mit dem fünften Tabellenplatz zum Rundenabschluss sind wir voll zufrieden“, so Iris Beyrle.
Edingen: Niesel 9, Marek 4/4, Offenhäuser 4, Jung 3, Haberlach 2, Ermanth 1, Hartmann 1, Hochlenert 1, Schmuck 1, Denne, Neu, Schmitt, Stenner, Windl.
Ottersweier/Großweier: Metzinger 6/1, Böckeler 5, Zimmer 5, Hirscher 3, Anina Hodapp 3, Dana Hodapp 1, Beyrle, Elena Vierthaler, Wöhrle.
(erb)

